Den Standpunkt des anderen verstehen – Unternehmergespräch bei der Friedrich Ischebeck GmbH

Reger Austausch zwischen Unternehmen, Politik und Stadtverwaltung bei der Friedrich Ischebeck GmbH Foto: © H.G. Adrian/Stadt Ennepetal

Ennepetal, 22. Januar 2019
Den Standpunkt des anderen verstehen
Unternehmergespräch bei der Friedrich Ischebeck GmbH

Ganz im Sinne von Henry Fords Ausspruch „Das Geheimnis des Erfolges ist es, den Standpunkt des anderen zu verstehen“ hatte Bürgermeisterin Imke Heymann gemeinsam mit Wirtschaftsförderin Rabea Kreikenbaum zu einem Austausch zwischen den heimischen Unternehmen , der Verwaltung und der lokalen Politik über die Haushaltssituation der Stadt Ennepetal in die Friedrich Ischebeck GmbH eingeladen, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte.
In ihrer Begrüßung betonte die Bürgermeisterin, das Unternehmen und die Stadtverwaltung im Hinblick auf die Haushaltssituation in einem Boot sitzen. Ohne die Steuerkraft die in den Unternehmen generiert wird, wäre es um die Entwicklung der Stadt Ennepetal nicht gut bestellt.
Umgekehrt ist es wichtig, dass Ennepetal für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein attraktiver Lebensstandort ist und bleibt, denn nur wenn die kommunale Gesellschaft gut funktioniert, werden ausgebildete Fachkräfte zu halten sein.
Deshalb sei es wichtig, dass sich Stadtverwaltung, lokale Politik und die ortsansässigen Unternehmen regelmäßig austauschen.
Zunächst gaben Stadtkämmerer Dieter Kaltenbach und Tim Strathmann, Leiter des städtischen Fachbereichs Finanzen und zentraler Service, einen Überblick über die Haushaltslage der Stadt Ennepetal und die Entwicklung des Gewerbe- und Grundsteuer-Hebesatzes in den letzten Jahren, bevor Christoph Brünger, Geschäftsführer Standortpolitik, Existenzgründung und Unternehmensförderung der SIHK, Stellung zur Entwicklung der Ennepetaler Standortsicherungsgesellschaft nahm.
In der anschließenden Diskussion, in der auch die Politik ihren Standpunkt deutlich machte, äußerte Björn Ischebeck, dass aus Sicht seines Unternehmens hinsichtlich der Entwicklung des Gewerbesteuer-Hebesatzes eine Grenze erreicht, wenn nicht bereits überschritten sei. „Wir stehen zum Standort Ennepetal“, so Ischebeck, „aber die Stadt hat im Vergleich mit anderen Kommunen einen Hebesatz an der oberen Grenze“. Im internationalen Vergleich würden Unternehmen in Deutschland der höchsten Besteuerung unterliegen.
Theodor Bicking, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung, machte deutlich, dass die Entwicklung neuer Gewerbeflächen äußerst schwierig sei und deshalb derzeit keine Expansionsflächen zur Verfügung ständen.

Ralf Stoffels, Inhaber der BIW Isolierstoffe GmbH, erläuterte, dass die heimischen Unternehmen die Region als Potential sehen und nicht die einzelne Stadt. Es gäbe Situationen, da müsse ein Unternehmer innerhalb kürzester Zeit handeln und expandieren. Ein Planungszeitraum für neue Gewerbeflächen von mehreren Jahren sei da nicht hilfreich.

Die Vertreter der Unternehmen waren sich einig, dass eine viel engere interkommunale Zusammenarbeit der Südkreis-Städte unumgänglich sei, wenn der Leidensdruck hinsichtlich der Finanzsituation größer wird und die Kommunalfinanzierung seitens des Landes Nordrhein-Westfalen nicht geändert wird.
In ihrem Schlussstatement hielt Bürgermeisterin Imke Heymann fest, dass die anwesenden heimischen Unternehmen zum Standort Ennepetal stehen und unterstützte ausdrücklich den Ansatz der Unternehmen, die interkommunale Zusammenarbeit zu forcieren. Der Austausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung solle regelmäßig stattfinden und intensiviert werden, weil sie und die Mitarbeiter der Verwaltung neue Motivation aus dem Treffen ziehen konnten, um auch weiterhin strukturelle Änderungen zur Anpassung der Kosten im Auge zu haben. Der Friedrich Ischebeck GmbH dankte sie für die Gastfreundschaft.

 

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